Mittwoch, 29. Juli 2009

Donnerstag, 2. Juli 2009

BUNDESTAGSWAHL - PIRATENPARTEI

Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
Die "Piratenpartei Deutschland" (Piraten) wurde im September 2006 in Berlin gegründet. Landesverbände existieren mittlerweile in elf von 16 Bundesländern; die Mitgliederzahl liegt bei 936 (Stand: Mai 2009). Die deutschen Piraten sind nach dem Vorbild der im Januar 2006 in Schweden gegründeten Piratpartiet entstanden. Sie verstehen sich als Teil einer globalen Bewegung für eine freie Informationsgesellschaft. Gleichgesinnte Piratenparteien gibt es bereits in mehr als 20 Ländern weltweit – von Kanada bis Neuseeland.

Die Piraten sind eine so genannte Ein-Themen-Partei. Ihr Hauptanliegen ist die informationelle Selbstbestimmung, vor allem im Hinblick auf digitale Kommunikationstechniken wie das Internet. Die Piraten setzen sich für den freien Zugang zu Wissen und Kultur und für die Wahrung von Privatsphäre und Datenschutz ein... bei der Europawahl bekamen die Piraten 230.000 Stimmen und waren so 11. stärkste Kraft in Deutschland. Für die schwedischen Piraten lief es sogar noch besser. Dort wurden 7,1% aller Stimmen gesammelt und sie zogen als 3. stärkste Kraft in das europäische Parlament ein.

unter http://ich.waehlepiraten.de/ kann man nun online seine stimme abgeben, damit die piraten bei der bundestagswahl zugelassen werden.

zum parteiprogramm und mehr infos: www.piratenpartei.de

Dienstag, 30. Juni 2009

Restaurant WAKU-WAKU in Hamburg

WAKU-WAKU ist eine neue Restaurantkette, deren erste Filiale kürzlich in Hamburgs Innenstadt eröffnet wurde. Sämtliche Gerichte werden frisch und vor den Augen der Gäste und aus biologischen Zutaten zubereitet. Das freut den Körper und die Umwelt, aber vor allem freut sich das Auge über das innenarchitektonische Konzept mit ungewöhnlichem Design, guten Ideen und (offensichtlich) maximaler Nachhaltigkeit (FSC Holz, effizienten Induktionswoks usw...)

Hier Bilder:


Montag, 29. Juni 2009

taz.de am 29.06.09 Stellungnahme der EU-Behörde - "Klonfleisch ist gesund"




merke: KLONFLEISCH IST DAS NEUE TOFU:::

TAZ.de schreibt am 27.06.09 "Tofu in der Kulturkritik"

der titel verspricht schon großes und tatsächlich: der artikel (nirgendwo als kolumne oder satire gekennzeichnet) ist sehr tazunwürdig schlecht geschrieben und recherchiert. und witzigerweise empört es die leserschaft, innerhalb von 2 tagen sind 300 kommentare im forum zu diesem artikel abgegeben worden....

Ein Auszug: Es schimmert hell, ist geruchlos, flutscht weich über die Zunge und hinterlässt geschmacklich kaum Spuren im Gedächtnis. ...
Doch können die Probleme, die unsere Ernährung schafft, durch Verzicht und Vegetarismus gelöst werden? Bekanntlich zerstört der Sojaanbau etwa in Südamerika die Umwelt und forciert die Armut. Und gibt es das überhaupt, das schuldfreie Essen? Kann eine Tofu-Bulette wirklich das Gewissen erleichtern? Oder ist es eine Illusion im Gewand des Luxus, für den sich der westliche Nahrungsüberfluss einen Markt geschaffen hat? Zudem hat die Sache ein soziales Geschmäckle: Reiche leisten sich genfreien Biotofu, Arme gentechnisch veränderten Sojafraß... (alles unter http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/essen-ohne-schuld/)


hier mal ein exemplarischer kommentar: Für 100g Fleisch wird etwa 1000 Mal soviel Soja als Futtermittel verwendet wie man für die Herstellung von 100g Tofu bräuchte. Der typische Tofu den man in deutschen Asialäden, Supermärkten oder Bioläden bekommt, kommt aus Bioanbau. Im Gegensatz dazu wird der für Tiernahrung verwendete Soja in der Regel gentechnisch Verändert und umweltschädlich angebaut....

Sonntag, 21. Juni 2009

MAUERPARK - vom flohmarkt zum baumarkt?



es gibt vielleicht doch noch hoffnung für das verbleiben des flohmarktes am mauerpark. allen gerüchten zum trotz ist wohl noch gar nicht entschieden, was gebaut wird. nur dass gebaut werden MUSS, ist fakt.

Anfang der 90er wurde der Mauerpark wurde mit Hilfe der Allianz-Umweltstiftung gestaltet, die dafür umgerechnet 2,3 Millionen Euro gab. Das Land hat sich zugleich verpflichtet, dass der Mauerpark bis 2010 mindestens zehn Hektar groß ist. Ansonsten muss der Senat das Stiftungsgeld an die Allianz zurückzahlen. Größer soll er also werden, der Mauerpark. Die Frage ist nur: wie? Allerdings wurde nur der Teil des Parks zum Prenzlauer Berg hin in die Planung einbezogen. Der im damaligen Bezirk Wedding liegende Geländestreifen wurde nicht in die Umgestaltung mit einbezogen. Dieses Gelände gehört der Immobiliengesellschaft Vivico und wird von Mietern als Baustofflager und seit 2004 auch als Trödelmarkt genutzt.

Gerüchte sagen: Berlin hat den ersten Teil des Mauerparks auf der Prenzlauer Berger-Seite errichtet, will die zweite Hälfte nun aber nicht mehr weiter bauen. Angeblich hat die Stadt kein Geld, um dem Bund das Grundstück zu bezahlen. Deshalb soll in Wedding auf dem Mauerparkgelände ein Gewerbegebiet entstehen.

Baustadtrat Gothe hingegen weiß inzwischen zumindest ziemlich genau, wie groß der Mauerpark in Zukunft sein wird. "Der Park wird fünf Hektar zusätzliche Fläche erhalten", sagt er. Die neue Parkfläche soll parallel zum derzeitigen Mauerpark angelegt werden. Westlich davon wird es für die Vivico neue Bauflächen geben. Nach bisherigen Plänen soll der Mauerpark-Flohmarkt erhalten bleiben.

der ganze text? hier: http://www.berlinonline.de, 13.06.09
weitere links: http://www.mauerpark.info/freunde-des-mauerparks-ev/
foto: Mauerpark von Sybille Bergemann/OSTKREUZ, 1996

Die Anderswo-Gesellschaft

Wir sind keine Individuen mehr, die nach Authentizität streben, sondern ,,Intraviduen", die gehetzt einen konstanten Strom von Messages, Anrufen, Kontakten und Daten zu managen versuchen. "Die Bewohner unserer Anderswo-Gesellschaft haben aufgrund ihres quälenden Kontingenzbewusstseins (warum bin ich gerade hier, ich könnte ja auch woanders sein) nur dann das sichere Gefühl, am richtigen Ort zu sein und das Richtige zu tun, wenn sie auf dem Weg zum nächsten Ziel sind."

Handy und Mail sind auch eine narzisstische Falle, eine Art Nuckelflasche, aus der man sich süßen Brei holt, das Gefühl, gebraucht, geliebt, angesprochen zu werden. Sobald der Blackberry in der Hosentasche vibriert, gibt es null Aufschub, muss man sofort nachschauen, wer da was Leckeres geschickt hat. Aber wie das so ist mit dem Narzissmus: Wenn keine Bestätigung kommt, gähnt Leere. "Ich bin mailsüchtig", jammert Dilbert in einem der gleichnamigen Comicstrips. "Meine Endorphine feiern Party, sobald ich eine Mail kriege. Und wenn keine kommt, dann übermannen mich Einsamkeit und Verzweiflung."

der ganze text? hier: http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/kultur/149/472672/text/